Bundeskanzlerin Merkel zum Blauen Engel und Teilhabe am Nachhaltigen Konsum

Kompetenzzentrum, Verbraucherinformation
20.10.2018

40 Jahre Blauer Engel! Doch wer trägt eigentlich mehr Verantwortung für umweltfreundliche Produkte? Die Bürger*innen oder der Staat? In Ihrem aktuellen Podcast betont Bundeskanzlerin Merkel dabei neben der Rolle des staatlichen Umweltzeichens Blauer Engels auch die Wichtigkeit und Funktion von Kompetenzzentrum und Nationalem Netzwerk für nachhaltigen Konsum.

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Podcast Ausschriftung

Blauer Engel
Ich weiß nicht, ob Sie es wissen, aber 1978 wurde mit dem Blauen Engel das erste Umweltzeichen der Welt eingeführt. Jetzt feiert der Blaue Engel schon das 40-jährige Jubiläum. Wir finden ihn auf 12.000 Produkten und Dienstleistungen. Und fast jeder kennt ihn, ein rundes Emblem, blauer Engel auf weißem Grund. Er bietet Orientierung, kein Supermarktregal kommt ohne ihn aus und gefeiert wird am 25. Oktober.

Frage: Frau Bundeskanzlerin, welche Chancen bieten Umweltzeichen wie der Blaue Engel in Zeiten globalisierter Märkte und nachhaltiger Entwicklung?
Der Blaue Engel bietet all denen Menschen Orientierung, die bewusst einkaufen und die darauf achten, dass sie langlebige, energieeffiziente, gesundheitsschonende Produkte erwerben. Und angesichts der großen Fülle von Produkten, die wir in unseren Regalen finden, ist das natürlich ein Hinweis, den man sehr gut gebrauchen kann. Mir jedenfalls hilft das beim Einkauf manchmal schon sehr. Und wichtig für mich und für viele andere ist auch, dass die Kriterien ständig überprüft und sehr streng angelegt werden, sodass wir uns auf das Markenzeichen Blauer Engel wirklich verlassen können.

Frage: Wer trägt mehr Verantwortung für umweltfreundliche Produkte? Der Bürger oder der Staat?
Ich glaube, dass beide Seiten Verantwortung tragen. Sowohl der Staat, der die Rahmenbedingungen setzt, als auch die Bürgerinnen und Bürger. Wir haben bereits vor zwei Jahren in der Bundesregierung eine Strategie für nachhaltigen Konsum entwickelt und dafür auch ein Kompetenzzentrum geschaffen. Mit dem Koalitionsvertrag für diese Legislaturperiode wollen wir dieses Kompetenzzentrum stärken. Was bedeutet das für die Bürgerinnen und Bürger? Sie können bei kostenlosen Veranstaltungen dieser Kompetenzzentren sich auch einbringen mit ihren Wünschen und Vorstellungen. Und sie können auf einer Plattform ein Netzwerk bilden, um über nachhaltigen Konsum und nachhaltige Strategien zu diskutieren. Somit setzt der Staat die Rahmenbedingungen und gleichzeitig gibt er den Bürgerinnen und Bürgern Möglichkeiten des Mitmachens. Letztlich muss ja jeder für sich alleine herausfinden, was ihm wichtig ist. Wir können nicht immer nur mit Geboten und Verboten arbeiten, sondern wir wollen auch mündige Bürger, die selbst entscheiden. Und das wird dadurch ermöglicht.

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Eine Initiative im Rahmen des Nationalen Programms für nachhaltigen Konsum