Radverkehr fördern, Klima schützen

19.11.2018

Mehr Radwege für ein sicheres und klimafreundliches Vorankommen, Stellplätze mit Ladestationen für Pedelecs und Lastenräder oder Lösungen für lokale Radverkehrsdienstleistungen - das Bundesumweltministerium baut die Förderung des Radverkehrs aus. Ab Sommer 2019 können neue Ideen ins Rennen geschickt werden.

Mit dem Titel „Klimaschutz durch Radverkehr“ hat das Bundesumweltministerium eine neue Förderung veröffentlicht.  Über die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) werden künftig Modellprojekte gefördert, die unter anderem Städte und Gemeinden, aber auch Vereine und Unternehmen dabei unterstützen, attraktive Angebote für den Radverkehr zu entwickeln und dem erhöhten Fahrradaufkommen gerecht zu werden. Ziel ist es, neben der Einsparung von Treibhausgasemissionen auch einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität vor Ort zu leisten. Sie sollen einen Vorbildcharakter haben und bundesweit zur Nachahmung anregen.

In Deutschland sei jede zweite Autofahrt kürzer als fünf Kilometer, erklärt Bundesumweltministerin Svenja Schulze, „für viele Wege ist daher das Fahrrad eine praktische und klimafreundliche Alternative.“ Die vorhandene Infrastruktur für Fahrräder sei jedoch häufig nicht ausreichend. „Hier setzen wir mit unserem Förderangebot an. Wir wollen dazu beitragen, den Radverkehr attraktiver und damit unsere Städte und Gemeinden klimafreundlicher und lebenswerter zu machen.“ Seit 2016 wurden bereits 38 Einzel- und 18 Verbundvorhaben zum Radverkehr im gesamten Bundesgebiet mit einem Fördervolumen in Höhe von rund 85 Millionen Euro unterstützt.

Ab dem 1. August 2019 können Projektskizzen eingereicht werden. Bewerben können sich unter anderem Städte, Gemeinden, Unternehmen sowie Kooperationen von Kommunen, Verbänden, Vereinen, Religionsgemeinschaften mit Körperschaftsstatus und Hochschulen. Besonders Projekte, in denen verschiedene Akteure zusammenarbeiten, sollen gefördert werden.

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