Bio kann jeder: Workshops für mehr Bio in Schule und Kita

Ernährung
14.03.2019

Wie können Schulen, Kindergärten und Kitas mehr Bioprodukte auf den Teller bringen?  „Bio kann jeder“ zeigt in praxisnahen Workshops hauswirtschaftlichen und pädagogischen Fachkräften, Verantwortlichen aus Catering-Firmen und Verwaltungen sowie weiteren Interessierten, wie das auch bei knappem Budget gelingen kann. Die elf regionalen "Bio kann jeder"-Projektpartner organisieren im Auftrag der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) solche Workshops für jeweils ein oder mehrere Bundesländer.

"Mit den „Bio kann jeder“-Workshops haben wir ein einzigartiges Format in der Fortbildungslandschaft geschaffen, mit dem wir immer wieder neue Personen und Zielgruppen für das Bio-Thema sensibilisieren", so Anke Brückmann, zuständige Referentin in der BLE. Seit 2004 haben bundesweit insgesamt 1.200 Workshops stattgefunden, mit denen rund 24.000 Teilnehmende erreicht wurden.

Vom "Warum" zum "Wie"

Während bei den Workshops in den Anfangsjahren oft noch die Frage nach dem "Warum Bio?" diskutiert wurde, stehen heute das "Wie" und die konkreten Umsetzungstipps im Vordergrund. So gehen die Veranstaltungen auch auf speziellere Themen ein und geben beispielsweise praktische Tipps für eine vegetarische Küche, erläutern anschaulich den Zusammenhang zwischen Ernährung und Klimaschutz, stellen Kostenkalkulationen vor oder zeigen die Möglichkeiten für die Ernährungsbildung auf. Viele der Teilnehmenden kommen heute mit mehr Vorwissen sowie viel konkreteren Fragen. Sie nutzen die Veranstaltungen auch zum Austausch und der Vernetzung mit anderen Personen vor Ort.

Impulse für lokale Prozesse

Hinzu kommt, dass viele Menschen das Thema in einem größeren Zusammenhang einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Entwicklung diskutieren. Es genügt deshalb nicht mehr, nur küchenpraktische Fragen zu Speiseplanung, Einkauf oder Biozertifizierung zu thematisieren. Das Thema wird von den Teilnehmenden der Workshops immer wieder auch ganz grundsätzlich und tiefer diskutiert. Gleichzeitig haben sich die politischen Rahmenbedingungen verändert: Bundesweit entstehen Modell- und Musterregionen sowie eine wachsende Zahl Bio-Städte und anderer Kommunen, die sich für den Einsatz von mehr Bioprodukten in der Gemeinschaftsverpflegung stark machen. "Mit den Bioworkshops erreichen wir heute viel mehr auch Interessenten aus der kommunalen Verwaltung und anderer Träger als früher", so Brückmann. "Wenn die Veranstaltungen im Vorfeld in Abstimmung mit lokalen Akteuren geplant werden, können sie vor Ort wichtige Impulse für die Prozesse in Richtung mehr Bio in der Gemeinschaftsverpflegung geben". 

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Eine Initiative im Rahmen des Nationalen Programms für nachhaltigen Konsum